Eine der E-Mails, die Sie erhalten oder versandt haben, enthielt einen Virus. Dieser ist in der Regel in einem Dateianhang (Attachment) versteckt. Viren benötigen als "Wirt" eine "ausführbare" Datei, das heisst eine Datei mit der Endung .exe, .com, .bat, .pif, .scr oder .vbs. Diese wird von MAP in der .MSG-Datei gespeichert sowie zusätzlich als eigene Datei. Normalerweise wird ein Virenscanner dabei zweimal aktiv: zunächst sollte er den Virus beim Empfang
der E-Mail erkennen, und dann noch einmal beim Speichern der Datei im MAP-Archiv. Wenn der Virenscanner den Virus jedoch nicht erkennt, wird er "unerkannt" auf Ihrer Festplatte gespeichert. Sobald Sie den Virenscanner aktualisieren und die Festplatte scannen, wird der Virus dann erkannt.
Wenn Ihre Virenscanner-Software das "Reparieren" infizierter Dateien unterstützt, können Sie die Datei reparieren lassen. Ansonsten können Sie die Datei einfach löschen. Auf die Funktion von MAP hat das keinen Einfluss. Schlimmstenfalls wird MAP beim Anzeigen der E-Mail, zu der die Datei gehörte, die Meldung "MSG-Datei nicht gefunden" oder "Dateianhang nicht gefunden" ausgeben.
MAP speichert die Mail-Inhalte als .TXT-Dateien auf Ihrer Festplatte. Diese Dateien können nicht "aktiv werden", da sie beim Öffnen nicht "gestartet", sondern nur in einem Editor oder Viewer angezeigt werden. Sie enthalten keinen "aktiven Content".
Vielleicht möchten Sie herausfinden, mit welcher E-Mail Sie den Virus erhielten. Dazu notieren Sie sich den Dateinamen der gelöschten Datei. Öffnen Sie dann MAP und starten Sie eine neue Suche. Geben Sie den Dateinamen ohne Pfad in das "Suchen nach" Feld ein und wählen Sie darunter "Dateiname des Dateianhangs" aus.
Bei Dateien mit der Endung .MSG notieren Sie sich Pfad und Namen, suchen die Datei in MAPs \docs-Verzeichnis, und öffnen die MSG-Datei durch Doppelklick. Aber Achtung, ein Attachment in dieser E-Mail enthält einen Virus!
Übrigens: in einer MS Outlook .pst-Datei hätte der Virenscanner diese verseuchte Datei nicht finden können... Wenn der Scanner aus irgendeinem Grund den Empfang der verseuchten E-Mail "verpasst", ist der Virus im MS Outlook-Archiv gespeichert, und wird später beim Öffnen des Attachments aktiv. Das ist ein wesentlicher Vorteil von MAP!


